23.01.2026
Casino Blog

5 eher unbekannte Glücksspiel-Lizenzen: Was steckt dahinter?

Ein seriöser Glücksspielanbieter braucht eine Lizenz, um Ihnen ein faires und überwachtes Gambling-Angebot zu bieten. Einige Lizenzen sind europaweit bekannt, darunter die MGA-Lizenz oder auch die Lizenz der Behörden in Curacao. Diese Lizenzgeber haben sich einen Namen gemacht und stehen für Transparenz und Sicherheit im Gambling-Bereich.

Wenn Sie den Blick über den Tellerrand hinaus lenken, stoßen Sie auf weitere Lizenzgeber, die in Europa weniger bekannt, aber trotzdem wichtig sind. Manche davon vergeben keine dedizierten Lizenzen und sind daher weniger bekannt. Andere sind noch recht jung und gerade erst dabei, sich einen positiven Namen zu machen. Wir stellen Ihnen fünf Glücksspiellizenzen vor, die unbekannt und trotzdem seriös sind. 

Warum braucht es überhaupt eine Glücksspiellizenz?

Glücksspiele im Internet erfreuen sich weltweit wachsender Beliebtheit. Gleichzeitig wächst die Besorgnis bezüglich einer Ausweitung der gefürchteten Spielsucht. Um das Interesse an Glücksspielen und den Schutz von Spielern unter einen Hut zu bekommen, braucht es Schutzmaßnahmen. Deswegen lassen sich seriöse und bekannte Unternehmen, wie sie bei Casino Groups gelistet sind, lizenzieren und verpflichten sich zur Einhaltung der behördlichen Vorgaben. 

Glücksspielanbieter ohne Lizenz sind für Spieler gefährlich. Hier gibt es keine Überwachung von staatlicher Seite und es besteht die Gefahr von ausbleibenden Auszahlungen oder der Entwicklung einer Glücksspielsucht. 

Wo sich ein Unternehmen lizenzieren lässt, hängt von den eigenen Bedürfnissen und den gewünschten Märkten ab. Manche Lizenzen sind weitläufig anerkannt, andere dürfen nur in wenigen Ländern genutzt werden. Die jetzt vorgestellten Konzessionen sind noch nicht besonders bekannt, dürften aber in der Zukunft eine größere Rolle spielen. Sie sind ideal für junge Online-Glücksspielunternehmen und bieten einen einfachen Einstieg in die Branche. 

Die Anjouan-Lizenz auf den Komoren ist seit 2005 am Start

Das Anjouan Betting and Gaming Board (AOFA) vergibt seit 2005 eine umfassende Offshore-Lizenz für Sportwetten, Lotterien, Casinos und Live-Spiele. Eine der größten Besonderheiten ist die Bearbeitungszeit von zwei bis vier Wochen. 

Um den Antrag zu stellen, benötigen die Betreiber rund 17.000 Euro, die Lizenz selbst kostet 15.000 Euro. Jedes Jahr wird eine Erneuerung fällig, die für rund 13.300 Euro zu haben ist. Als Mindestkapital muss das junge Casino 250.000 Euro nachweisen können. 

Startups profitieren hier besonders, denn die Startkosten sind gering und auf Bruttogewinne fallen keine Steuern an. Betreiber müssen sich ein lokales Büro einrichten, Server auf den Komoren hosten und AML-Richtlinien einhalten. 

Bei neuen Plattformen und jungen Unternehmen sind diese minimalen Auflagen sehr beliebt. Gerade in der EU-Asien-Brücke ist die bankenfreundliche Behörde beliebt, allerdings ist die EU-Anerkennung noch gering. Trotzdem wird die Lizenz von Gründern geschätzt, weil sie in Schwellenmärkten gefragt und akzeptiert ist. Später ist es möglich, in anderen Ländern zusätzliche Konzessionen zu beantragen und die Marktpräsenz zu erweitern. 

Die kanadische Kahnawake-Lizenz gewinnt an Bedeutung

Aus dem Mohawk-Territorium von Kahnawake reguliert die Kahnawake Gaming Commission (KGC) schon seit 1996. Die Behörde ist damit nicht neu, aber in Europa bislang weniger bekannt. Interessant ist die KGC vor allem für nordamerikanische Dienste. 

Die Antragsgebühr liegt bei 40.000 US-Dollar, die jährliche Erneuerung kostet 20.000 USD. Zur Sicherheitstellung des Spielerschutzes sind strenge Audits erforderlich, außerdem müssen die gehosteten Server zwingend im Reservat stehen. 

Alle Schlüsselpersonen des Unternehmens werden vor Lizenzvergabe gründlich geprüft. Bei den Lizenzen selbst wird zwischen Software, Casinos, Spielautomaten, Poker und Live-Dealern unterschieden. Zu den größten Stärken gehört der seit Jahren etablierte, gute Ruf, insbesondere in den Vereinigten Staaten. 

Die Costa-Rica-Lizenz bringt minimale Gebühren mit sich 

Aus Costa Rica stammen flexible Data-Processing-Zulassungen ohne Steuerpflicht und mit Kosten von weniger als 10.000 Euro. Dezidierte Gaming-Lizenzen werden hier allerdings nicht vergeben. Da hier vorwiegend auf anonymes Hosting ohne Aufsicht gesetzt wird, bietet sich die Lizenz vor allem für Low-Budget-Startups und für Lateinamerika an. Krypto-Casinos nutzen die Lizenz gerne, um ihr Angebot an den Start zu bringen. Durch lokale IP-Blockaden schützt man sich vor Behörden, allerdings stehen die EU-Banken der Costa-Rica-Lizenz skeptisch gegenüber. 

Aus Anbietersicht gehören die extrem günstigen Preise und die ausbleibenden Audits zu den größten Vorteilen der Lizenz aus dem fernen Costa-Rica. Ein Nachteil ist die (noch) schwache Reputation und das daraus resultierende hohe Betrugsrisiko. Es findet keine echte Regulierung statt, die Lizenz hat daher keinen guten Ruf. 

Die Isle-of-Man-Lizenz gehört zu den spannenden Offshore-Optionen 

Die Gambling Supervision Commission (GSC) auf der Isle of Man setzt Premium-Standards mit einem 5.250 Pfund-Antrag und 0 % Körperschaftssteuer. Die Gamingsteuer liegt mit 0,1 bis 1,5 % moderat. Wer als Unternehmen eine Lizenz beantragt, muss mit einer Bearbeitungsdauer von drei bis vier Monaten rechnen. Aus Sicherheitsgründen wird eine lokale Firma vorausgesetzt. Die Isle-of-Man-Lizenz gehört zu den strengsten Optionen, denn sie fordert RNG-Zertifikate für Spielautomaten und Leumundsnachweise für Betreiber. 

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